Leitfaden Preise
Was ein Teil wirklich bringt
Angebotspreise sagen nichts. Verkaufte Teile sagen alles.
Information, keine Beratung. Das hier ist allgemeine Information, keine Steuer- oder Rechtsberatung und kein Ersatz dafür. Zahlen, Grenzen und Fristen ändern sich mit jedem Steuergesetz — prüfe sie für dein Jahr nach oder frag jemanden mit Zulassung. Wo es um Geld oder Haftung geht, steht das im Text dabei.
Der häufigste Fehler bei der Preisfindung: Man sieht sich an, was andere **verlangen**. Das ist die falsche Zahl. Interessant ist, was tatsächlich **bezahlt** wurde.
So kommst du an die richtige Zahl
- Nach dem Teil suchen — Marke, Art, ähnlicher Zustand.
- Auf verkaufte Artikel filtern, wo die Plattform das anbietet.
- Zehn bis fünfzehn vergleichbare Abschlüsse ansehen.
- Den Median nehmen, nicht den Durchschnitt: ein einzelner Ausreißer nach oben verschiebt den Schnitt, den Median nicht.
Was vom Preis übrig bleibt
Zwischen dem Preis im Angebot und dem, was ankommt, liegen mehrere Posten. Rechne sie einmal für ein typisches Teil durch, dann kennst du deine Zahl:
| Posten | Beispiel |
|---|---|
| Verkaufspreis | 25,00 € |
| − Plattformgebühr | je nach Plattform |
| − Versandanteil, den du trägst | 0–5 € |
| − Verpackung | 0,30–1,00 € |
| − Einkauf | 3,00 € |
| = dein Rohertrag | die einzige Zahl, die zählt |
Verhandeln
Setz den Preis so an, dass etwa 10 bis 15 % Verhandlungsspielraum drin sind, und rechne damit, dass er genutzt wird. Wer knapp kalkuliert und dann nachlässt, arbeitet umsonst. Ein Angebot abzulehnen ist erlaubt und schadet nichts.