Fast jeder Einstieg scheitert an derselben Stelle: zu viel auf einmal. Ein Gewerbe angemeldet, für 400 € eingekauft, ein Fotostudio bestellt — und dann liegen dreißig Teile im Wohnzimmer, von denen keines online ist.
Der umgekehrte Weg funktioniert besser: erst verkaufen, dann aufbauen. Die ersten Teile kommen aus dem eigenen Schrank. Sie kosten nichts, und wenn sie liegen bleiben, hast du nichts verloren außer Zeit.
Was du in den ersten Wochen wirklich brauchst
- Ein Fenster mit Tageslicht und eine glatte, helle Fläche.
- Ein Maßband.
- Ein Handy mit einer sauberen Linse.
- Eine Küchenwaage — die Sendungsgröße hängt am Gewicht.
- Einen Ort, an dem die Teile flach liegen können.
Das war es. Ringlicht, Puppe, Etikettendrucker und Lagerregal sind Anschaffungen für den Punkt, an dem sie eine Stunde am Tag sparen — nicht für den Anfang.
Dreißig Teile sind die erste ehrliche Zahl
Unter dreißig verkauften Teilen lässt sich nichts ablesen. Ein Verkauf ist Glück, fünf sind Zufall. Erst ab etwa dreißig siehst du, welche Marken bei dir gehen, welche Größen liegen bleiben und wie lange ein Teil im Schnitt braucht.
Die Reihenfolge, die sich bewährt hat
- Zehn Teile aus dem eigenen Bestand fotografieren und einstellen.
- Verkaufen, verpacken, verschicken — den ganzen Weg einmal gehen.
- Erst danach einkaufen, und zwar von dem, was sich verkauft hat.
- Bei etwa dreißig Teilen: nachrechnen, was übrig bleibt.
- Spätestens dann die Frage der Gewerbeanmeldung klären (siehe die Rubrik dazu — nötig sein kann sie deutlich früher).